Ein Besuch der neuesten Gemälde von Zheren Wu

Besuch zur Nacht, frische Wäsche, frohe Flecken, Tränenfische im Meer, Auftrieb, gib mir Auftrieb, letzte Hilfe für Guernica, Camouflage-Klumpen auf der Buzzline, überfischt und, oh, aufgetischt, Schuppenglanz im Tränenmeer, über die Jakobsleiter, während wir pilgern, satte Zwerge, nach oben, wackligen Schritts, galaktische Gischt um uns, nukleares Tosen ahnend. Die Ungeborgenen spielen unterdessen embryonisches Hirntennis zwischen den Hemisphären mit Schaumschläger und Abwickler und die alten Nickhäute sagen ja, nirgends wollen wir Uringelb sehen, alles, zack, durchkreuzt, Zäune werden gezogen, aber auch sofort niedergetrampelt zu trittfesten Texturen, Brücken. Netze erheben sich, stramm und voller zuckendem Silber aus der Flut, geschmolzenes Augenwinkelerz, erbrochen am Fuße unendlicher Krieger-Kolumnen. Wer weiß, wie viel wert sind die Helden wohl für sie, für sie, die sich am unteren Bildrand aus den Laken schält? Weniges, was wir sehen, ist ihr unter die Haut geschrieben. Ihr Hängen in den Bändern erweist sich als standfester denn die zackigen Stechschritte, für Generationen, während wir uns hinlegen an den Strand und mit dem Leiermann die leere Flaschenpost leeren, Auge in Auge in Auge.

In Gedanken an meine Freundin
Barbara Hanssen
† 24.02.2017

Bevor wir kamen, dir deine Handvoll Erde hinterher zu werfen, Barbara,
Besuchten wir noch Fitzls verschattetes Grab
An seinem wahren Ort abseits des gravierten „Ebedet“ fand ich einen alten Schleifengruß und versuchte, ihn zu lesen

Was könnte so verstören wie der Hauch, der mich da anwehte?
Allein wohl meine wiederholten Worte: Warum du nicht da? Aber

Bevor ich beginne, mich unwürdig zu nennen,
Erkenne ich, wie die anderen Gäste sich freuen,
Mich zu sehen. Ich werde vorgestellt

Als Zeuge großer Momente und Adressat deiner Hauptsätze
Ja, ich war ein Held in Gedanken, aber

Bevor ich bekenne, im Grunde nichts verstanden zu haben
Von großer Kunst und Philosophie, schmausen wir schon
Und ich verspreche, dass etwas geschehe

Dass in der Nacht oder im Schatten deiner Buche
Sich etwas zeige von uns und den gestohlenen Pferden, kein Aber