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Epitaph

Des Beklauten Rachephantasie

Für H-C Jaenicke, dem nach unserer musikalischen Lesung in der Kulturbotschaft Geld und Papiere geklaut wurden

Kommt ihr mir nur unter die Augen! Ich
werde einen Ohrwurm für euch spielen,
Bohrmuscheln auf euch ansetzen und
Käferlarven unter eure Augenlider stecken

Ihr braucht euch nicht tot zu stellen.
Das verschmitzte Lächeln auf meinem Persofoto
werde ich euch unter den Sargdeckel projizieren und
diese Verse über euch in Stein meißeln

Euer letztes Wort sei: Hans-Christian verzeih!

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Tausend Zwangsarbeiter sollen ihn in 300 Tagen und
Nächten errichtet haben. Wie viele haben es überlebt?
Auf seiner Galerie hätten Realschüler aus der Nachbarschaft
große Geschütze in den Himmel gerichtet,

drinnen 25.000 Menschen Schutz vor Bomben gesucht.
Dort soll es eine Wendeltreppe gegeben haben,
ohne Geländer. Das Gebäude sei nur für 18.000
Menschen ausgelegt gewesen. Wie viele sind dort abgestürzt?

An der Hand meines Vaters beim “Dom”
auf dem Heiligengeistfeld sah ich ihn zum ersten Mal.
Rundherum Vergnügungsgeschäfte, bewegte,
bunt flackernde Lichter, oben die drohende Festung.

Brechreiz vom Gestank des nahen Schlachthofs.
Bei besonderen Wetterlagen kommt ein
Hauch davon noch heute aus der Kanalisation.
In der Sommersonne esse ich gern mal

vor dem Imbiss gegenüber Börek,
frisch zubereitete Teigtaschen mit Spinat und Schafskäse,
und wenn der Herbst kommt, auch im Schatten.
40 Meter hohe Wände aus Beton verdecken dann die

Sonne im Süden, sandstrahlgereinigt
zeigt sich darauf das Relief der Holzverschalung,
in der bei ihrem Bau der Zement aushärtete.
Jetzt kommen weitere fünf Stockwerke oben drauf.

Das Dach ist abgedeckt. Mieter klagen über Wasserschäden.
Ein Arbeiter berichtet, von der Galerie lösten sich große
Brocken Beton. Ein Tunnel, der Besucher
beim Betreten schützt, sei nicht geliefert worden.

Trotzdem gehen die Arbeiten weiter.
Irgendwann sollen das Dach und die geplanten
Aufgänge ringsherum begrünt werden. Mir
werden die Abdrücke der Bretter fehlen.

In Gedanken an meine Freundin
Barbara Hanssen
† 24.02.2017

Bevor wir kamen, dir deine Handvoll Erde hinterher zu werfen, Barbara,
Besuchten wir noch Fitzls verschattetes Grab
An seinem wahren Ort abseits des gravierten „Ebedet“ fand ich einen alten Schleifengruß und versuchte, ihn zu lesen

Was könnte so verstören wie der Hauch, der mich da anwehte?
Allein wohl meine wiederholten Worte: Warum du nicht da? Aber

Bevor ich beginne, mich unwürdig zu nennen,
Erkenne ich, wie die anderen Gäste sich freuen,
Mich zu sehen. Ich werde vorgestellt

Als Zeuge großer Momente und Adressat deiner Hauptsätze
Ja, ich war ein Held in Gedanken, aber

Bevor ich bekenne, im Grunde nichts verstanden zu haben
Von großer Kunst und Philosophie, schmausen wir schon
Und ich verspreche, dass etwas geschehe

Dass in der Nacht oder im Schatten deiner Buche
Sich etwas zeige von uns und den gestohlenen Pferden, kein Aber

manchmal Lyrik

von Björg Volquardsen

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