Ich habe einmal geschrieben: An Einsicht die Vollkommen zeigen ihren Makel. Heute bin ich sogar sicher, dass die Makellosen keine Anbetung verdienen und es die Beschädigten sind, die zu mir sprechen und mich berühren.

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Lass mich, Lieber, lass mich dir
in zartester Erwartung, seit es blanke Verse gibt,
offenbaren, was es ist mit uns Gebundenen,
sagen, dass wir, milder Wunder gläubig,
uns hier oben wohl am losesten belieben.

Lass mich, Selbstversuch mit Sprache,
alles jetzt auf einmal sagen, Freund,
und in den tiefen Süden senden,
noch bevor du nördlich eintriffst,
Überköpfe kreuz und queer mit uns

zusammenzustecken und zu erfinden,
was einst Legende unter Linden.
Lass uns, wie sich’s schmeichelnd fügt,
Zunge gut im Saft ganz nah am Ohr,
sehen und hören, was sich ergibt.



Wer mehr von dieser antipodischen Begegnung erleben möchte, kommt am 2. Juli, 20h, in die Kulturbotschaft, Johnsallee 30, 20149 Hamburg zum

Historischen
Köpfe
Zusammenstecken
 
 
Flash Fiction,
Akkordeon
Abundzugedichte
 
Norman entsteigt dem Flieger aus Neuseeland und trifft nach 30 Jahren auf seinen alten Dichterfreund Björg.  Am Sonntagabend feiern beide ihr literarisches Wiedersehen, begleitet von dem Film- und Theatermusiker Ulrich Kodjo Wendt.
 
Was zunächst antipodisch daherkommt, wird zu einem Zusammenstecken der Köpfe: nachdenklich, amüsant und bisschen böse.
 
Norman hat dafür flash fiction − englische und deutsche Ultrakurzgeschichten − mitgebracht. Björg präsentiert Abgründiges und Abgefahrenes aus seinem Blog Abundzugedichte.
 
Beide zusammen zeigen sich gierig auf gute Gespräche. Und wenn das Kopfkino beginnt, hält Ulrich den Film wunderbar am Laufen.
 
So jedenfalls der Plan, denn: Wir wollen wissen, was geht.