Archiv

Lyrik

Rechts Taxis, links (!) Bundespolizei, dazwischen für beide Richtungen eine Fahrradspur.
Am nördlich gelegenen Lessingtunnel wird gearbeitet, Tag und Nacht, kein Durchkommen

Ich nehme die Umleitung am Kopfende des Bahnhofs gerne an, rieche, höre, sehe und
versöhne mich mit dem Abriss der fünfschiffigen neoromantischen Halle vor 40 Jahren

Vor 1898 liefen hier noch Gleise durch. Der erste Altonaer Bahnhof im Süden, zu dem sie führten,
wurde zum klassizistischen Rathaus umgebaut und beherbergt heute das Bezirksamt

Die S-Bahn folgt dieser alten Achse ein Stück weit unter Tage. Auf der Freitreppe dort hinab
behaupten sich Obdachlose lautstark gegen den Schalldruck der benachbarten Hauptstraße

Über allem runzelt ungerührt Beton die Stirn: Hier stehe ich, Schädelkalotte
für Einkaufsallerwelten, Autotransporte und paar graue Zellen in ständiger Verbindung

Acht Prellböcke halten mir den Nacken frei, ein neunter stemmt sich gegen meine Enthauptung
und die Transplantation des Rests an die Haupttrasse. Altonas Betonkopf bleibt. Die Mitte auch

Werbeanzeigen

Des Tyrannen Huldigung durch seinen Schergen

Du lügst so schön, erhabene Niedertracht,
ich sinke auf die Knie und schaue auf zu dir,
bin deine leichte Beute. Ach, wie souverän du
mir entwendest mich, faszinierend, Wahnsinn!

Erlöst vom ewigen Entscheiden,
Kopf und Zahl, Europawahl. – Wie schön,
dass du mir all das abnimmst,
Meister: Haut und Haar und Schuld.

Kein bisschen Anstand, kein Gewissen,
hält dich ab, Herr, mir zu erlauben,
dass ich schändlich wüte.

Nicht anders können, das ist alles, was ich will.
Nur ein Wort, schon fließt das Blut
und dein sei das geraubte Gut.


Des Tyrannen Dank

Fort du Kriecher! Aus den Augen mir,
und glaube nicht, dass ich
mich je bei dir bedanke.

Niemals werd’ ich dein Komplize.
Auf meine Ehre! Du bist frei und
deine Beute, die gehört mir sowieso.


Süße Freude

Ich höre schon die Schellen leis.
Da kommt der stolze Edelmann
mit goldenen Sachen fein.
Alles glänzt, wird schön und gut.

Welche Mühen nimmt er auf sich,
mir zu zeigen meinen Wert.
Wie kann ich’s ihm nur je vergelten?
Muss ihm meine Seele schenken.

Des Beklauten Rachephantasie

Für H-C Jaenicke, dem nach unserer musikalischen Lesung in der Kulturbotschaft Geld und Papiere geklaut wurden

Kommt ihr mir nur unter die Augen! Ich
werde einen Ohrwurm für euch spielen,
Bohrmuscheln auf euch ansetzen und
Käferlarven unter eure Augenlider stecken

Ihr braucht euch nicht tot zu stellen.
Das verschmitzte Lächeln auf meinem Persofoto
werde ich euch unter den Sargdeckel projizieren und
diese Verse über euch in Stein meißeln

Euer letztes Wort sei: Hans-Christian verzeih!

manchmal Lyrik

von Björg Volquardsen

der.uns.fällt.kein.name.ein.blog

das kommt dabei heraus wenn man zu zweit einen blog macht

The World according to Dina

Notes on Seeing, Reading & Writing, Living & Loving in The North

top_foto_box

So wie ich das sehe. Meine Bilder. My way to look at it. My pictures.

stegofo.de | Fotograf aus Leidenschaft

Hier geht es um die Fotografie, von der Tierfotografie, über die Reisefotografie bis zur Langzeitbelichtung.

What makes me stumble

spillage of the mind

lampmagician

A topnotch WordPress.com site

Lance Sheridan

Internationally Published Poet

reisswolfblog

"Bücher bieten keine wirkliche Rettung, aber sie können den Geist davon abhalten, sich wund zu kratzen." - David Mitchell

The child, animal, poet and saint.

Discovering the person we are meant to be...

About Niii<3

°DAILY°LIFESTYLE°BEAUTY°FASHION°

Anna-Lenas Lesestübchen

Gedanken, verpackt in Wort und Bild

Die Literatouristin

Auf einer Reise durch die Seiten

18 Worte.

Mindestens. Aus dem Leben einer Aachenerin am Rhein und auf Reisen.

Ping Pong Rouge

tango in concert

Rendevouz mit Madame Hava

Müssiggang kommt von Musenkuss. Die schönen Künste tragen manchmal seltsame Gewänder. Und Geschichten lügen nie.

Thurner Engineerng

DI Michael THURNER

Herz auf der Zunge

Klartext in Sachen Ernährung