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Nachtschicht

Vierzehn Zimmer öffnen sich nach Osten.
Auf der Veranda sitzt ein Salatkopf.

Auf dem Rasen trocknen Lumpen
Der Chef zählt die Gäste.
Dreimal mich, zweimal die Tauben.
Wir alle lesen das Craquelé.
Es wird dauern.
Solange, bis draußen der Mantel auf seinem Saum steht.

Dann werde ich zuschlagen für drei:
eine neue Schrift, ein neues Gebet, ein anderes Haus.

Weiser geworden unterwegs fand ich mich
eines Morgens stehend wieder,
in Beton versenkt, rot-weiß-rot.
Seither lausche ich dem steten Schmatzen
an der Kante unter mir.

Dieses Land, das schmeckt dem Meer.
Dort siedelt besser nicht.
Hört nur, wie das Gras noch wispert,
von begrabener Hoffnung,
Lungen in der Flut und Gas.

Hier zu ruhen, bietet Perspektiven
nur für Petrifakte, halb versenkte,
moosumkränzte Hüter nackter
Mittagswiesen und für mich, der heute
nur noch Schatten wirft, kein Licht.