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Nachtschicht

Des Tyrannen Huldigung durch seinen Schergen

Du lügst so schön, erhabene Niedertracht,
ich sinke auf die Knie und schaue auf zu dir,
bin deine leichte Beute. Ach, wie souverän du
mir entwendest mich, faszinierend, Wahnsinn!

Erlöst vom ewigen Entscheiden,
Kopf und Zahl, Europawahl. – Wie schön,
dass du mir all das abnimmst,
Meister: Haut und Haar und Schuld.

Kein bisschen Anstand, kein Gewissen,
hält dich ab, Herr, mir zu erlauben,
dass ich schändlich wüte.

Nicht anders können, das ist alles, was ich will.
Nur ein Wort, schon fließt das Blut
und dein sei das geraubte Gut.


Des Tyrannen Dank

Fort du Kriecher! Aus den Augen mir,
und glaube nicht, dass ich
mich je bei dir bedanke.

Niemals werd’ ich dein Komplize.
Auf meine Ehre! Du bist frei und
deine Beute, die gehört mir sowieso.


Süße Freude

Ich höre schon die Schellen leis.
Da kommt der stolze Edelmann
mit goldenen Sachen fein.
Alles glänzt, wird schön und gut.

Welche Mühen nimmt er auf sich,
mir zu zeigen meinen Wert.
Wie kann ich’s ihm nur je vergelten?
Muss ihm meine Seele schenken.

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(grumpy writing incontinence)

Nach dem Essen schnell noch durch die Einkaufsschneise
gleich hinter der Altstadt von Barth, zack in den Supermarkt,
einen von der neuen Sorte, ganz ohne Tresen.
Die hassen Personal, denke ich und stehe stumm am Kühlregal.

Oben Durst, unten Druck und, ach, mein Bauch, 
der jandlt wieder: Schtzngrmm, schtzngrmm.
Vor mir das Produktversprechen. Wurstentlastung.
Schlanke schöne Verdickung. Regaltür öffnen oben,

Gürtel lösen unten. Kalter Schwall am Knie. Tür wieder zu.
Scheibchenweise hygienisch, best before, eine Drohung,
ill after, verstehe ich und nehme, Tür-auf-zu, den ungeschnittenen Käse.
Zwei Fläschchen gehen auch noch. Guter After, halt durch!

Du schaffst es bis zum Kundenklo. Da die Aufschrift, und darunter:
Außer Betrieb. Ein kleiner Wind pfeift schon: Alles muss raus
Ringen um Worte: Notdurft, Kotduft. Darf, wer muss?
Zahlen müssen, hinblättern – das Wort stirbt aus, abdrücken – das bleibt.

Scheiße, jetzt auch noch die Einkaufstüte zum Platzen voll.
Mit einer Hand darunter, den druckvollen Sound einiger
Mopeds im Ohr, über den Kundenparkplatz,
Noch einen Knopf gelöst und ab. 

Draußen hinter dem Waldparkplatz säuselt der Bauch erleichtert:
Spazieren wir, sagt er, noch ein bisschen.
Der Raum dehnt sich von den großen Massen fort.
Da geht noch was, da lässt sich was machen, Digger. 
manchmal Lyrik

von Björg Volquardsen

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