Sehnen sehen

 

Gedächtnisübung nach der Sichtung der neuesten Gemälde von Zheren Wu

Besuch zur Nacht, frische Wäsche, frohe Flecken, Tränenfische im Meer, Auftrieb, gib mir Auftrieb, letzte Hilfe für Guernica, Camouflage-Klumpen auf der Buzzline, überfischt und, oh, aufgetischt, Schuppenglanz im Tränenmeer, über die Jakobsleiter, während wir pilgern, satte Zwerge, nach oben, wackligen Schritts, galaktische Gischt um uns, nukleares Tosen ahnend. Die Ungeborgenen spielen unterdessen embryonisches Hirntennis zwischen den Hemisphären mit Schaumschläger und Abwickler und die alten Nickhäute sagen ja, nirgends wollen wir Uringelb sehen, alles, zack, durchkreuzt, Zäune werden gezogen, aber auch sofort niedergetrampelt zu trittfesten Texturen, Brücken. Netze erheben sich, stramm und voller zuckendem Silber aus der Flut, geschmolzenes Augenwinkelerz, erbrochen am Fuße unendlicher Krieger-Kolumnen. Wer weiß, wie viel wert sind die Helden wohl für sie, für sie, die sich am unteren Bildrand aus den Laken schält? Weniges, was wir sehen, ist ihr unter die Haut geschrieben. Ihr Hängen in den Bändern erweist sich als standfester denn die zackigen Stechschritte, für Generationen, während wir uns hinlegen an den Strand und mit dem Leiermann die leere Flaschenpost kreiseln lassen, Auge in Auge in Auge.

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