Platz für Poltergeist vor Putzfummel

Graue Feudel ziehen hinterm Himmel
blaue Flecken übers blanke Parkett.
Schlaglichter schrecken die Wand hoch:

Wer sonst wohl wäre, ausgewrungen,
Wind ähnlicher, triebe wilder Spiel mit uns,
überraschend geschlagen nur von dir, Geist?

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6 Kommentare
  1. hannascotti sagte:

    Ich sehe keine losen Enden, nur ein Fließen, manchmal leicht wie Schaum, manchmal bunt wie eine Öllache, manchmal tranig, eine wundervolle Mischung. Du wächst, seit dem ich dich kenne (smile)

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    • Danke, liebe Hanna, dann sind es wohl Wachstumsschmerzen, die mich an den Schlagschatten zweifeln ließen. Sie sind die hergeholte Antithese zu dem Wischi-Waschi aus der Wolkenküche und gleichzeitig Dramatisierer eines ungeheuren äußeren Geschehens, das sich nur als Gespiegeltes hinein nehmen lässt. Mein Motto des Abends, verzeih, das Smartphone-Tastengestammel, lautet: Das Verworrene ist das Klare. LG
      Björg

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      • hannascotti sagte:

        Zu dem Motto deines Abends: Das Verworrene ist das Klare….
        Deine Gedichte sind für mich niemals verworren, sie lassen einfach viele Deutungsmöglichkeiten zu, die ein Genuß sind, weil sie mir, der Leserin, gehören.
        Die persönliche, öffentliche Einlassung des Autors auf seinen eigenen Text erscheint mir allerdings gefährlich, da setzt dann meine Verwirrung ein, weil meine Interpretationen niemals
        zu den Intentionen des Autors passen können.
        Will der Autor, dass ich ihn verstehe oder darf ich mir meinen eigenen „Reim“ darauf machen?

        Wir hatten dieses Thema schon mal, ich spüre ein mangelndes Vertrauen in die „Schlagschatten“ (Korrigiere mich, wenn ich falsch liege). Das ist mir sehr vertraut und auch gut so, damit unsere eigene „Dichtergröße“ nicht in den Himmel wächst. Andererseits ist aber auch eine reflektierte Stabilität nötig, um sich selbst nicht zu behindern.

        Dazu kommt noch etwas ganz Persönliches von mir, du weißt, ich bin eine ganz einfache Frau, eine „Schmalspur – Ackerdemikerin“, die Gedichte schreiben kann und mit gesunder Lebenserfahrung gesegnet ist. Magst du dich gelegentlich zu mir beugen? Mir liegt viel an unserem virtuellen Kontakt.
        ( Verzeih‘ mir, wenn ich zu persönlich schwatze)
        LG
        Hanna

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        • Liebe Hanna,
          ich lege sogar Wert darauf, von dir Persönliches zu lesen. Ich emfinde deine Kommentare stets als Bereicherung und, was du Herunterbeugen nennst, könnte meinerseits durchaus als eine nach oben gerichtete Bewegung erlebt werden. Manchmal ist mir das angelernte Denken nämlich durchaus hinderlich.
          LG
          Björg

          PS: Ich erlebe den Blog als öffentliche Werkstatt. Das ist wenigstens teilweise meiner schreiberischen Sozialisation als „Literaturpostler“ in den späten 70gern zu verdanken. In der Werkstatt verschwimmen allerdings leicht die Grenzen zwischen eigenem und fremdem Erleben – auch wenn dies der Professionalisierung wenig dientlich, „gefährlich“ wie du sagt, ist. Aber, wenn der Text erstmal geposted ist, steht dir natürlich frei ihn zu lesen, wie du willst. Da bin ich dann nur noch ein weiterer Leser und manchmal überrascht, wie andere ihn erleben.

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  2. Hach ja, mir wird selbst ganz schwindlig beim Lesen. So viele lose Enden. Eigentlich wollte ich damit über mich hinauswachsen. Aber dein Kommentar sagt mir, dass es vielleicht ja gelungen ist. Danke, liebe Hanna, und auch dir ein schönes Wochenende

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  3. hannascotti sagte:

    Die Metaphern machen dieses Gedicht groß, öffnen es für mich
    in allen Regenbogenfarben. Immer wieder lesen und neue
    Deutungen finden. Das ist Björg, wie ich ihn schätze, mehr davon….
    schönes Wochenende
    Hanna

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