Sternenzacken

Wer sagt, die Blumen hätten keine Augen,
zu schauen in dem warmen Morgenlicht
ihre Köpfchen sanft sich öffnend, füreinander kein Gesicht,

der sagt, dass wir nicht taugen
für die Liebe ohne Sternenzacken in der Brust
und diese sich reflexhaft hebt nur oder allenfalls aus Lust.

 

Anmerkung aus der Wortwerkstatt

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4 Kommentare
  1. hannascotti sagte:

    meine Antwort zu deinem Gedicht
    „Sternzacken“

    kein Wort
    flüstern nicht
    atmen nicht
    atmen ein
    hauch
    war’s not
    war’s liebe
    war was
    es war

    Gefällt mir

  2. Wer- Der. Jetzt habe ich es endlich begriffen. Nachmittäglich durch die Anmerkungen verblitzdingst (Solche Lyrik ist doch nicht erklärbar, Verehrter!) verschloß sich meine Denkapparatur, doch es ließ mir keine Ruhe. Und jetzt erschließt sich mir eine Weisheit beim puren Klickgenuß. Das ist wunderschön!
    Herzliche Abenddankesgrüße, Ihre Frau Knobloch, verwundert ob des streikenden Befehlsleseknechtes.

    PS: Kein bißchen wundere ich mich über die treulesende Karfunkelige! Grußrotblinzelkuß!

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  3. Wer sagt, dass Blumen haben ein Gesicht, das offen zugewandt zu anderen spricht, der trägt der Welt lebendiges Gewicht auf starken Armen.
    Wer denkt, es lohnte sich, der Lust dich hinzugeben, der wird der Blumen stille Sprache zu lernen wagen.
    Sie ist des Wachstums tiefster Ausdruck:
    lebendig stummes
    im Streben
    immer hin zum Licht.

    Danke für Deine wunderbaren Perlen.

    Gefällt 1 Person

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