Kopfkino

Da steht in der Sonne der Rohrstuhl für mich,
den das Warten Erwartenden, vor der Tür zum Friseursalon
– Schönes und mehr – ich will mehr: mit Gleb Lenz
Geschichten austesten.

Was ist der Sinn des Lebens? Ihm einen zu geben.
Meine Antwort auf seine Eröffnungsfrage befriedigt ihn nicht.
Gleb schaut auf etwas sehr Fernes, hinter dem Spiegel.
Wohl die Liebe.

Aber, wenn die Menschen in tausend Jahren
nicht mehr wissen, was das ist, Liebe, ja – das a gequetscht
in einem unglaublich kleinen Spalt zwischen Zäpfchen und Gaumen,
weil sie alles haben können, sofort?

Das ist doch möglich. Ja, denke ich, und jetzt
den Kopf freimachen für diesen Film:
Es kommt jemand aus der fernen Zukunft und weiß nichts von dem,
was uns so umtreibt.

Aber, wie viel, denke ich, wissen wir
achthundert Jahre nach Gottfried von Straßburg,
den Kopf frei für schöne Gedanken und das einzige Band lose gewickelt
um das Geschlecht.

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