Ich einsetzen

Ich mag die vielen Namen
mir nicht merken.

Einer fiel nach dem verlorenen Spiel
vor den Zug und „erlag“
seinen Verletzungen. Ganz
am Schluss bekommt er
mit der Meldung noch
ein aktives Verb für ein Ereignis, das
an Passivität kaum zu überbieten ist.
Es scheint, als erarbeitete er sich
auf seinem letzten Lager liegend seinen Tod.
Vielleicht ist etwas dran.

Eine weint, eine schreit, einer schweigt.

Die Namen machen eine Geschichte
aus dem Gedicht. Variable.

Setz dich selber ein, dann passt es.

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4 Kommentare
  1. kompliment, das finde ich sehr eindringlich.
    „seinen verletzungen erliegen“ … über diese formulierung hab ich noch nie nachgedacht … aber jetzt.
    tatsächlich interessant.
    herzlich,
    diana

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    • Freut mich sehr, dass mein Fundstück dir gefällt!
      Es ist allerdings nur ein – zugegeben extremer – Anlass für eine Poetik des Ich im anderen.
      Vielleicht ist es an der Zeit, dies mal etwas auszuführen. Was meinst du?

      Herzliche Grüße
      Bjöerg

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      • … eine poetik des ich im anderen – na, wenn das allein nicht schon poetisch ist!
        aber ja, der leser setzt ja, sofern er sich identifizieren kann, ein „ich“ an die stelle des anderen. und umgekehrt – funktioniert es vielleicht auch.
        gedankenvolle grüße von einem ich ans du 🙂

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