Pustekuchen, eingetütet

Das wird nichts,
sieht man ja gleich.
Ich blähe die Backen,
spitze die Lippen und blase

einen Hauch von Kondenswasser
auf den Rasierspiegel,
puste stärker und
mein gereiztes Abbild

verkrümelt sich.
Pustekuchen, Herr Pustepoet
mit Ihnen und Viola Stoppelfeld.
Eine Saite reißt, eine andere schnarrt.

Dabei wird das Musenhaar
am Bogen immer dünner.

Was aber für uns spricht:
unsere Entflammbarkeit.

Wir legen uns an,
legen Zunder an einander,
brechen Hörnchen,
und teilen plötzlich alles süß.

Ich setze ihren Ton an,
sie legt meinen Blick auf
und der Baum rauscht
bis über beide Ohren.

Über die Ohren ziehe ich
den rosa Schal uns
und lege alles ab, was geht,
geht schon los –

gelebt, befreit und unverfroren.
Doch, was eben noch spruchreif,
geht auf Grundeis,
wird abgeblasen, Krümel rieseln.

Zu erwarten war:
Pustekuchen satt, dreifuffzig,
aber das Eis schmilzt schon
unter der Hand und kommt doch noch

in die Tüte.

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