Te non absolvo

Das Schlachtermesser löst
sehr zärtlich und präzis geführt
den großen Strang
aus dem Verbund.

Es kappt die Spitze und
zerlegt das blasse Fleisch
(zur Faser quer)
in Scheiben. Tot,
das Leben fort, für immer fort.

Mit Bedauern phantasierst
vermengt mit Appetit,
du Bruder Frischling dir,
das Ferkel springlebendig noch
im gleichen Stall
am Herkunftsort

verdammt jedoch, verdammt,
zu wachsen bis zum Bolzenschuss
entspannt und süß,
doch ahnungslos,
im Reich der Zwecke fremd,

und gierig auf das Sojaschrot im Trog,
so wie aufs Schnitzel in der Pfanne du.

Doch sieh: Von dem Gourmand verschmäht,
liegt Muttis dünnes Ende da
und ruht. Frag nicht, ob es
wohl jemals quirlig war!

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2 Kommentare
  1. hannascotti sagte:

    Frischlingskringelschwänzchen

    Ins Gesicht
    geschlagen
    dem Veganer
    mit dem Tod
    windet sich die
    Lust am Fleisch
    vor gierigem
    Vergnügen

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    • Oh ja,
      ich sehe, da ist noch mehr drin:
      ein neuer Zuklus zuckender
      umeinander kreiselnder Ferkeleien,
      (P)rosa verkleidet im Versmaß.
      Anfang und Ende eilig hingepinselt und
      lustvoll losgelassen.

      Danke für die Anregung
      Herzlichst Björg

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