Maßstab

Ein warmer Regen empfängt mich. Der Bus dieselt davon. Pappelreihen fächeln Stille. Am Kanal vor dem Haus ein Mensch. Herrchen lässt den Hund los. Er schnüffelt mich ab. Willkommen.

Ich ziehe ins Erkerzimmer. Von dort aus beobachte ich stundenlang die Rinnsale an den Fensterscheiben und messe die Grautöne draußen an meiner Befindlichkeit hier drinnen.

Sie liegt gerade irgendwo zwischen dem Bug des vorbei ziehenden Binnenschiffs und den blassen Rispen des Reets vom Vorjahr. Und wenn die Sonne kommt, suche ich mir dunklere Objekte.

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6 Kommentare
  1. eine wunderbar tiefgründige kurzprosa.
    ja, auch ich tauch hier gern ein in deine seite voller poetischer sinnfragen …
    lg, diana

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  2. hannascotti sagte:

    Gern möchte ich mich hier niederlassen zu längeren Besuchen, zu Stippvisiten, zum Mitträumen an den Rinnsalen,
    um die Maßeinheiten der Grautöne im Innen und Außen aufzulösen. Was werde ich finden?
    Jedenfalls erst ein mal diese Oase hier……vielen Dank
    Wenn ich willkommen bin, käme ich gern wieder…
    LG Hanna

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      • hannascotti sagte:

        Warum erinnert mich das an den Mann ( oder war es doch eher eine Frau?), der unter der Laterne suchte, weil es dort heller war ?
        LG
        Hanna

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